Die Beizung

Neu er­stellte Dampf­er­zeu­ger wer­den sehr oft vor der ers­ten In­be­trieb­nah­me ge­beizt. Da­mit sol­len die was­ser-/dampf­sei­ti­gen Rohr­in­nen­flä­chen ei­nen de­fi­nier­ten Zu­stand er­hal­ten, der die ge­wollte Schutz­schicht­bil­dung im Be­trieb för­dert. Die Be­hand­lung um­fasst das Spü­len, Bei­zen und Pas­si­vie­ren der Ober­flä­chen.

Wegen der schnel­len Auf­lö­sung von Me­tall­oxi­den ist 1%ige in­hi­bier­te Fluss­sä­ure app­li­ziert bei ca. 60°C oft das Mit­tel der Wahl für Bei­zun­gen. Ge­le­gent­lich wer­den auch Kom­plex­bild­ner wie z.B. Zi­tro­nen­säu­re oder EDTA ein­ge­setzt, die aber hö­here Tem­pe­ra­tu­ren und län­ge­re Ein­wirk­dau­er be­nö­ti­gen, um das ge­wünsch­te Re­sul­tat zu er­rei­chen.
Beiztechnik hat für alle Ver­fah­ren stan­dar­di­sier­te, mo­bile Aus­rüs­tun­gen ent­wickelt mit de­nen das op­ti­ma­le Er­geb­nis er­zielt wird. Ob Um­wälz- oder Durch­stoß­bei­zung - für Dampf­er­zeu­ger je­der Größe kann die rich­ti­ge An­lage kon­fi­gu­riert wer­den. Un­ter­schie­de bei der Aus­wahl er­ge­ben sich durch das Rei­ni­gungs­mit­tel, da die Be­stän­dig­keit der Aus­rüs­tun­gen dem che­mi­schen An­griff und der Tem­pe­ra­tur des Me­di­ums an­ge­passt sein muss.